Historie

Geschichte der Villa

Die Villa Lebensgrund wurde 1891 von der Industriellenfamilie Schneider aus Mylau im Jugendstil erbaut. Die Werksgebäude der Textilfärberei Schneider & Claviez befanden sich in nächster Nähe zur Villa. Von diesen sind heute noch weite Teile erhalten.

Der 1854 in Reichenbach geborene Franz Hermann Schneider kam 1890 nach Mylau, gründete zusammen mit dem Franzosen Leopold Claviez die Firma Schneider & Claviez und begann den Bau der Villa im heutigen Karl-Marx-Ring 22. Er war später Kommerzienrat, von 1912-1918 Vizebürgermeister von Mylau und ab 1918 Ehrenbürger von Mylau. Er war verheiratet mit Marie Christianne Schneider, geb. Rudolph. Franz Hermann Schneider verstarb am 7.2.1932.

Sein Sohn Johann Georg Schneider, geboren 1884 in Oberreichenbach, heiratete 1919 Pauline Albertine Merkel, die Tochter des verstorbenen Mylauer Fabrikbesitzers Robert Merkel. Die Familie Merkel war eine in Mylau sehr bekannte Familie von Fabrikbesitzern. Im Jahre 1928 entschloss sich die junge Familie, die Villa zu erweitern und vollständig im modernen Art-Deco-Stil umzugestalten.

 

Geschichte der Stadt Mylau

Am Fuße einer um 1180 erbauten Burg, der heutigen Burg Mylau, entstand im 14. Jahrhundert eine Siedlung, die 1367 von Karl IV. das Stadtrecht verliehen bekam. Bis um 1650 gab es nur 24 Bürgerhäuser - danach wuchs es durch die Ansiedlung von Handwebereien rasch an. Letztere waren im 19. Jahrhundert die Voraussetzung für die nicht unerhebliche Entwicklung der Textilindustrie.

Zusammen mit Netzschkau und Reichenbach entwickelt sich Mylau ca. ab 1860 zu einem sehr bedeutenden Standort der Textilindustrie in Sachsen. In Mylau wurde im Jahre 1836 die erste Dampfmaschine des sächsischen Vogtlandes gebaut.

 

Die Industrielle Entwicklung in Mylau hat auch Folgen für das Stadtbild: mehrstöckige Gebäude werden errichtet, unter anderem die Felsenschänke, eine neue Kirche, die Hainschule, das Hotel „Reichsadler") und auf die Anzahl der Einwohner. So lebten im Jahre 1900 ca. 7700 Menschen in Mylau.

 

Nach dem Zusammenbruch der Textilindustrie 1990 hat sich Mylau neu orientieren müssen. Heute ist der Ort vor allem touristisch durch die Burg Mylau und die Göltzschtalbrücke bekannt und aktiv. Aber auch moderne Industrie  hat sich vor allem in Obermylau angesiedelt.

 

Kontakt

 

Besucher- und Postanschrift

Karl-Marx-Ring 22
08499 Mylau

 

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